Europan 7 Evora

EUROPAN

ist ein europäischer Verband nationaler Organisationen, deren Ziel die Ausschreibung von Wettbewerben für junge Architekten und die Verwirklichung der daraus entstandenen Projekte ist.
Die Wettbewerbsthemen konzentrieren sich im allgemeinen auf städtebaulich problematische Rand- und Mischgebiete und versuchen, durch innovative Vorschläge die Schließung dieser „Löcher im urbanen Gewebe“ anzuregen.

UNSER VORSCHLAG ÉVORA 2003

Der vorgegebene Standort ist ein kleiner Flicken im urbanen Gewebe der portugiesischen Stadt Évora, eingekeilt zwischen Zonen mit verschiedener Bebauungsdichte und -höhe. Dieser Flicken liegt genau an der Grenze zwischen dem historischen Kern und den Erweiterungsgebieten, zwischen Stadt und Vorstadt. Das Wachstum in diesen Gegenden hat sich in einer ungeplanten und weitgehend unkontrollierten Weise entwickelt.
Unser Projekt schlägt ein neues Bebauungskonzept vor, das die verschiedenen urbanen Fragmente zu verbinden imstande ist.
Wir vergleichen diesen Prozess mit einem Zellimplantat. Die neuen, gesunden Zellen sollen die Verbindung in einem defekten Gewebe wiederherstellen und den Austausch zwischen den Gewebeteilen fördern, deren Randgebiete miteinander verschmelzen.
Was in der Biologie die Zellen sind, sind in unserem Projekt die Wohneinheiten und der öffentliche Raum zwischen ihnen, ein Gefüge aus offenen und geschlossenen Räumen. Verschiedene Größen und Nutzungen wechseln einander ab und fördern die Durchmischung der Aktivitäten. Flexible Einheiten ohne festgelegten Nutzen sind in das Gewebe eingefügt, die nach Bedarf als Wohnungserweiterungen, Gemeinschaftsflächen, Geschäfts- oder Gastronomielokale, Büros oder für soziale Funktionen wie Kindergärten genutzt werden können.
Die Orientierung des Haus-Typs zu einem privaten Patio ermöglicht eine weitgehend freie Aneinanderreihung der Einheiten.
Die Erschliessung ist dem Maßstab des Fußgängers angepasst, die Zufahrt ist eingeschränkt möglich.