Neumen kinetische Installation

Neumen ist ein Kunstwerk in ständiger Veränderung. Jede Drehbewegung der dreiseitigen Prismen bewirkt Zerfall und Neuzusammensetzung des Bildgefüges, wodurch immer wieder neue Lesarten und Interpretationsmöglichkeiten entstehen. Der Name Neumen geht ins 9. Jahrhundert zurück und bezieht sich auf ein Symbol, das den Melodiefluss eines Musikstücks anzeigte.
Für die Umsetzung des beweglichen Konzepts wurden prismenförmige Träger aus Stahl angefertigt, deren Achsen von computergesteuerten Elektromotoren bewegt werden. Hintergrund und Trägerstruktur ist die Fassade des ältesten Sportpavillons Japans auf dem Gelände der Universität von Kofu.
Das Kunstwerk bedeckt eine Oberfläche von 36m x 3m. Es besteht aus 75 bemalten Panelen, die in Fünfergruppen angeordnet sind, und den Freiräumen zwischen ihnen. Jede Variation zeigt 15 Panele. Während der Drehungen, die in ungleichen Abständen passieren und unterschidelich viele Panele betreffen, verschwindet ein Teil des Bildes, um gleich darauf in neuer Gestalt wieder zu erscheinen.
Die drei Ausstellungskonzepte für die Künstlerin Hirtl sind Studien über die Darstellung zweidimensionaler Kunst in Form einer dreidimensionalen Präsentation. Die Ausstellungsstücke bilden horizontale und vertikale Abläufe, sowie eine zeitliche Abfolge im Arbeitsprozess. In den Raum gehängt, entsteht eine neue Wahrnehmungsform, die das räumliche Element einbezieht und auch den freigelassenen Platz zwischen den Bildern zum Teil des Kunstwerks werden lässt.
Design der kinetischen Installation NEUMEN* motion/flow – Signs moved
Künstler: Claudia Hirtl
Ort: Yamanashi Gakuin University, Kofu, Japan
permanent seit August 1998