Shi-Ga Museum


Die japanische Kunst des Shi-Ga basiert auf einer Philosophie des Respekts vor dem Leben und der uneingeschränkten Bewunderung der Natur.
Der Museumsbau musste daher unserer Meinung nach ein Ort sein, an dem der Mensch mit der Kunst und der Natur in Kontakt tritt und sie erlebt.
Die dramatisce Landschaft des Kusaki-Sees und der umliegenden Wälder sollte vom Besucher als Teil des räumlichen Konzepts des Museums erlebt werden.
Über die Ausstellung des Werks des Künstlers Tomihiero Hoshino hinaus soll das Gebäude der Forschung dienen und Ort des Rückzugs und des Studiums sein.
Der Entwurft berücksichtigt einerseits die hohen Besucherzahlen und die daraus resultierenden logistischen Notwendigkeiten wie angepasste räumliche Dimensionen und eine klare Orientierung des Besucherstroms. Andererseits bemühen wir uns um eine klare Umsetzung der traditionellen japanischen Ästhetik, dem Spiel mit durchscheinenden Elementen und der schlichten und spirituellen Ausstrahlung der Räume.
In diesem Zusammenhang erweitern wir das vorgegebene Programm um einen Tatamiraum, der an der Spitze des Gebäudes über dem See schwebt und zum Ausüben der Teezeremonie und zum Meditieren einlädt.
Azuma-mura, Gunma, Japan
gebaute Fläche: ca. 3.700m2
internationaler Wettbewerb: 2002