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Transformation

Rehabilitation eines Bauernhauses. Steiermark, Österreich

gebaute Fläche: 211m2

Nutzfläche : 157m2

Fertigstellung: November 2025

Das Objekt dieses Rehabilitationsprojekts ist ein Bauernhaus im Bergland nördlich von Graz, dessen Hauptteil aus dem 16. Jahrhundert stammt und durch mehrere Erweiterungen im Lauf des 20. Jahrhunderts vergrößert wurde. Im Lauf der Zeit wurde es an verschiedene Nutzungen angepasst, war Wirtshaus, Bauernhof und zuletzt Wohnhaus und Atelier eines Malers. Für die neue Nutzung mit zwei komplett unabhängigen Wohneinheiten wurden ausserdem Modernisierungen notwendig, um zeitgemäßen Wohnkomfort und einfachere Instandhaltung zu erzielen.

Der zu einem früheren Zeitpunkt auf der dem Hang zugewandten Seite geschaffene ca. 80 m2 große Atelierraum im Obergeschoss wurde mit zwei Räumen des Originalbestandes und dem Dachgeschoß zu einer Einheit verbunden. Der Blick durch das große Atelierfenster auf die sonnenbeschienene Wiese und den Waldrand stellt zu jeder Tageszeit den Mittelpunkt dieses neu geschaffenen Wohnraumes dar. Durch Anheben des vorderen Teils wird einerseits der Raum in Wohn- und Ess-Küchen-Bereich strukturiert und andererseits der Sofabereich auf das Niveau des Fensters gebracht. Ein separater Eingang erlaubt die Trennung vom Erdgeschoss, das im originalen Zustand bleiben soll. Von aussen soll der Umbau kaum erkennbar sein, um den Gesamteindruck zu erhalten.

Diese neu geschaffene Wohnung, die Bauteile aus verschiedenen Epochen miteinander vereint, wird für den Benutzer zu einer Art Zeitreise, die beim Eingang im 21. Jahrhundert beginnt und längs durch das Haus in die originalen dicken Steingemäuer des 16. Jahrhunderts führt. Die Balance zwischen Altem und Neuem, Ateliercharakter und Wohnraumbehaglichkeit, emotionalen und rationalen Kriterien ist unweigerlich eines der Hauptthemen dieses Projekts. 

Fotos: Hollegha arquitectos, 2026