Bergpass an der N-502, Ávila
Geladener Wettbewerb der Fundación Patrimonio Natural
Oberfläche der Plattform: 97,2m2
Wettbewerbsprojekt: 2022
Unser Vorschlag basiert auf einer strukturellen Idee, dem Rhythmus der Modulation, dem rationalen Einsatz des Materials und der Suche nach Einfachheit. Eine Besonderheit dieser Aussichtsplattform ist es, dass sie von mehreren höher und tiefer gelegenen Punkten, aus der Ferne und aus nächster Nähe sichtbar sein wird.
Die Fußgängerbrücke mit einer Nutzbreite von 1,8 m und einer Länge von 54 m verbindet den bestehenden Aussichtspunkt mit der neuen Plattform. Die drei Rampen mit einer Gesamtlänge von 49,2 m und einer Neigung von 8 % ermöglichen eine Annäherung an das Niveau des Geländes. Sowohl aufgrund seiner Höhe als auch seiner Position eröffnet die Aussichtsplattform völlig neue Ausblicke auf das Tal der Cinco Villas im Süden, den Monte Torozo und die gesamte Landschaft, die den Bergpass umgibt.
Die verzinkte Stahlkonstruktion zeichnet sich durch ihre Leichtigkeit aus. Dreibeinige Stützen mit variablem Querschnitt werden so eingesetzt, dass sie ein fast organisches Element, einen Anschein von Bewegung, erzeugen. Alle Stahlbauteile werden fabriksgefertigt und feuerverzinkt, um dann vor Ort mittels Schraubverbindungen montiert zu werden. 15 x 2,5 cm große Accoya-Holzplatten, aus denen der Bodenbelag besteht, werden im rauhen Zustand verwendet, um die nötige Rutschfestigkeit zu bieten. Das gleiche Holz wird für die Bänke geschliffen verwendet, sodass es aussieht, als wäre der Boden einfach aufgefaltet worden. Sowohl das Accoya-Holz als auch die verzinkte Stahlkonstruktion zeichnen sich durch eine über Jahre wartungsfreie Nutzung aus.
Der Ablauf des Aufbaus in sechs Phasen ist in den den Diagrammen erklärt. Die Aussichtsplattform ist vollständig zerlegbar und auch die punktuellen Einzelfundamente sind relativ leicht rückbaubar.